Quantcast
Viewing all articles
Browse latest Browse all 49

Lolo – Drei sind ­einer zuviel

Julie Delpy mal wieder in einer ­Komödie von Julie Delpy

Image may be NSFW.
Clik here to view.
ZITTY-Bewertung: 3/5

ZITTY-Bewertung: 3/5

Seit Julie Delpy ihre Interessen in den ­frühen Nuller-Jahren auch auf die Film­regie ausgeweitet hat, erkundet die französische Schauspielerin in ihren Filmen vor allem die Mechanismen der ­Filmkomödie. Dabei interessiert sie sich weniger für stringent erzählte Geschichten mit subtilen Spannungsbögen, sondern mehr für knallige Gegensätze in der Charakterisierung der Figuren.

Image may be NSFW.
Clik here to view.
Lolo - Drei ist einer zuviel Deutschland, Frankeich 2014 Regie: Julie Delpy

Lolo – Drei ist einer zuviel Deutschland, Frankeich 2014 Regie: Julie Delpy

In ihrem jüngsten Werk spielt Delpy die in der Modebranche arbeitende Pariserin Violette, die in Biarritz den freundlichen IT-Spezialisten Jean-René (Dany Boon) kennenlernt, der sich zu einem Anwärter auf den Platz an ihrer Seite entwickelt. Doch nicht Jean-Renés vermeintliche Provinzialität stellt sich als größter Feind der Beziehung heraus, sondern – was die beiden nicht ahnen – Violettes 19-jähriger narziss­tischer Sohn Eloi (Vincent Lacoste), der es stets geschafft hat, noch jeden Mann an der Seite seiner Mutter zu vergraulen.

Doch so ganz bekommt Julie Delpy die Komö­die um die amüsant-kindischen „Streiche“ von Eloi und ihre Folgen und das immer düsterer erscheinende Porträt des verzogenen Familienpsychopathen (dessen Verhalten ja auch ein Licht auf ­Violettes Kindeserziehung wirft – was „Lolo“ allerdings nie erörtert) nicht zusammen. Einmal mehr lässt ein Film voller seltsamer Stimmungswechsel Delpys Regietalent erahnen – doch der ganz große Wurf steht immer noch aus.

F 2015, 99 MIn., R: Julie Delpy, D: Julie Delpy, Dany Boon, Vincent Lacoste
Kinotermine

Der Beitrag Lolo – Drei sind ­einer zuviel erschien zuerst auf ZITTY.


Viewing all articles
Browse latest Browse all 49